Ein häufig angewandtes hybrides Modell im Projektmanagement setzt traditionelle Methoden in der Initiierungsphase des Projektes ein,
führt die Implementierungsphasen überwiegend agil durch und setzt im Projektabschluss wieder auf das klassische Vorgehen.

Variationen dieses Vorgehens betreffen zum Beispiel die Durchführung des formalen Abnahmetests am Ende des Projektes oder am Ende jeder Iteration. Dies hängt oft auch davon ab, ob die erstellten Teilprodukte tatsächlich nach jeder Iteration in den Produktivbetrieb übernommen werden sollen oder erst am Ende.

Eine intensive Kommunikation mit den Anwendern zu Beginn und Ende jedes Sprints in Scrum kann zum Beispiel ergänzt werden durch den Einsatz klassischer Methoden wie Project Highlight Report und monatlicher Steering Boards für andere Stakeholder. Die Nutzung formalisierter Verfahren zur Projektsteuerung wie Exception Reports und Stage Approvals schaffen Transparenz und Vertrauen auf Management Ebene und erleichtern so die Akzeptanz agiler Verfahren.

Im Hybriden Ansatz wird gelegentlich auch für einen kompletten Teil der Produkterstellung ein klassischer Wasserfall-Prozess eingesetzt und für alle anderen Teile ein stark agiles Vorgehen gewählt. Dies kann zum Beispiel notwendig sein wenn Arbeitspakete an externe Supplier vergeben werden die nicht agil arbeiten oder die durch einen stark reglementierten Procurement-Prozess mit genauem Pflichtenheft eingebunden werden müssen.

In der Abstimmung der Teilprojekte und unterschiedlichen Kulturen der Projektabwicklung entstehen dabei besondere Herausforderungen für den Projektleiter.

projecterus live erleben